Carotisendarteriektomie

Bei einer Carotisendarteriektomie wird eine Verengung der Arteria carotis communis oder Arteria carotis interna mechanisch entfernt. Hierbei wird in Vollnarkose die Carotis eröffnet und die Stenose entfernt. Das Ziel ist hierbei das Schlaganfallrisiko bei bereits symptomatischen Carotisstenosen zu senken.

Ursachen

Die häufigste für eine Carotisstenose stellen arterosklerotische Plaques dar, welche über einen langsamen Zeitraum wachsen und ab einem bestimmten Punkt symptomatisch werden.

Diagnose

Die Diagnose einer Carotisstenose wird häufig im Rahmen einer Schlaganfallabklärung gestellt. Verschiedene bildgebende Modalitäten wie beispielsweise eine MR-Angiographie oder eine CT-Angiographie können eine Carotisstenose darstellen. Die höchste Auflösung ist in einer digitalen Substraktionsangiographie zu erreichen. Meistens ist jedoch die Auflösung einer MR-Angiographie genügend um eine Operationsindikation zu stellen.

Konservative Therapie

Asymptomatische Carotisstenosen müssen nicht zwingend chirurgisch behandelt werden. Klinische Studien zeigen jedoch auch bei asymptomatischen Carotisstenosen einen Benefit der Patienten durch eine Carotisendartiektomie1. Eine aggresive medikamentöse Therapie mit Statinen, Blutdruckoptimierung und doppelter Thrombozytenaggregationshemmung kann ebenso bei als Therapieoption bei einer asymptomatischen Carotisstenose in betracht gezogen werden.

Operative Versorgung

Die Carotisendarteriektomie gilt als Goldstandard bei einer sympatomatischen Carotisstenose. Hierbei wird in Vollnarkose die Arteria carotis communis und Arteria carotis interna freigelegt. Anschliessend wird diese distal und proximal abgeklemmt und das Gefäß unter einem Mikroskop eröffnet. Der für die Stenose verantwortliche Plaque wird dann aus dem Gefäß entfernt und anschliessend wird das Gefäß wasserdicht zusammengenäht und die Wunde verschlossen. Der Eingriff dauert etwa 60-120 Minuten.

Spezifische Risiken der Operation

  • Intraoperativer Schlaganfall: Das Risiko liegt je nach Studie bei etwa 7%2
  • Tod: Das Risiko eines letalen Ausgangs der Operation liegt beietwa 1%2

Referenzen