Basalganglien

Bei den Basalganglien, welche auch als Stammganglien bezeichnet werden, handelt es sich um eine Gruppe von Endhirn- und Zwischenhirnkernen, die subkortikal in der weißen Substanz des Telencephalons lokalisiert sind.

Abbildung

Schematische Darstellung des Telencephalons
Schematische axiale Abbildung des Telencephalons mit Abbildung verschiedener Kerngebiete. Die Basalganglien sind blau eingefärbt. Abbildung adaptiert aus Grays Anatomy.

Funktion

Aufgrund ihrer Funktion bei der Ausgestaltung von Bewegungsabläufen gehören sie in erster Linie zum extrapyramidalmotorischen System (EPMS). Sie erfüllen jedoch neben motorischen auch kognitive und limbische Funktionen.

Anatomie

Zu den Basalganglien im engeren Sinn gehören:

Im weiteren Sinn werden ferner zu den Stammganglien gezählt:

Das Claustrum und die Amygdala gehören entwicklungsgeschichtlich betrachtet ebenfalls zu den Stammganglien. Sie haben jedoch keine funktionelle Beziehung zu den anderen Stammganglien und werden deshalb nach neuerer Ansicht nicht mehr dazu gezählt.

Klinische Relevanz

Die Stammganglien stellen einen typischen Ort für eine intrazerebrale Einblutung dar, welche als Stammganglienblutung bezeichnet wird.