Rathke Zyste

Rathke Zysten werden als benigne zystische Läsion definiert und liegen meistens in der Pars intermedia der Hypophyse und werden daher auch als Pars intermedia Zysten bezeichnet. Rathke Zysten können aber auch parasellär wachsen1.

Epidemiologie

Rathke-Zysten finden sich in 13–33 % aller Autopsien2.

Klinische Präsentation

Die meisten Rathke Zysten sind asymptomatisch und werden als Zufallsbefund diagnostiziert. Kopfschmerzen kommen in 44-81% der symptomatischen Patienten vor3 und bei etwa 16% der Patienten kommt es zu plötzlichem Auftreten von schweren Kopfschmerzen4. Bei 30-60% der Patienten kommt es zu endokrinen Störungen3. In 37% der Fälle kann es zu einem Diabetes insipidus kommen5 und in 11-67% der Fälle zu Gesichtsfelddefiziten3.

Bildgebung

Der Goldstandard in der bildgebenden Diagnostik von Rathke Zysten ist die MRT Bildgebung. Rathke Zysten kommen typischerweise in der Mittellinie vor und führen normalerweise zu keiner Deviation des Hypophysenstiels.

Krankheitsverlauf

In einer Fallserie von 61 inzidentellen Rathke Zysten, zeigten 69% kein Wachstum über einen Zeitraum von 9 Jahren6. Eine weitere Fallserie mit 94 Fällen kam es bei nur 5% der Patienten zu einem Wachstum und bei 16% zu einer Regredienz der Zystengröße in einem durchschnittlichen Follow-up Zeitraum von 27 Monaten[7].

Management

Asymptomatische Rathke Zysten können mit Verlaufsbildgebungen kontrolliert werden. Bei sympomatischen Rathke Zysten sollte je nach Befund eine operative Zystendrainage diskutiert werden5.

Referenzen