Perimesencephale Subarachnoidalblutung

Eine perimesencephale bzw. präpontine Subarachnoidalblutung ist eine spezielle Form der Subarachnoidalblutung, bei welcher die Hauptmenge des Blutes sich um das Mesecenphalon verteilt befindet. Häufig lässt sich bei einer perimesencephalen Subarachnoidalblutung kein Nachweis einer Blutungsquelle in der digitalen Subtraktionsangiographie nachweisen.

Ätiologie

Bei fehlendem Nachweis einer Blutungsquelle wird pathophysiologisch eine Blutung aus einer perimesencphalen Vene postuliert. Andere mögliche Ursachen1:

  • Angiographisch okkulte vaskuläre Malformation wie beispielsweise kavernöse Malformationen
  • Gestörte Koagulation
  • Drogenabusus (Kokain)
  • Gefäßdissektion wie beispielsweise der Arteria vertebralis

CT Kriterien

CT Kriterien für eine perimesencephale nicht-aneurysmatische Subarachnoidalblutung beinhalten1 2:

  • Epizentrum der Blutung anterior des Hirnstamms (Interpeduncular und/oder prepontin)
  • Zusätzliche Blutanteile im anterioren Anteil der Cisterna ambiens oder der basalen Sylvischen Fissur können vorkommen.
  • Keine komplette Füllung mit Blut der anterioren interhemisphärischen Fissur.
  • Maximal minimale Anteile von Blut in den lateralen Anteilen der Sylvischen Fissur.
  • Keine klare intraventrikuläre Blutungsanteile: Kleine Blutsedimentierungsspiegel in den Hinterhörnern der Seitenventrikeln.

Bildgebung

Präpontine Subarachnoidalblutung
Sagittales CT Bild eines Patienten mit einer präpontinen Subarachnoidalblutung (rote Pfeile) in einem sagittalen CT Bild.

Perimesencephale Subarachnoidalblutung im CT
Perimesencephale Subarachnoidalblutung im CT.

Referenzen