Jefferson Fraktur

Als Jefferson Fraktur wird Fraktur des Atlas mit kombinierter Fraktur von hinterem und vorderem Atlasbogen (C1 Bogen) an vier Punkten bezeichnet. Es handelt sich um eine komplette Sprengung des Atlas-Ringes.

Historisch

Die namentliche Bezeichnung der Jefferson Fraktur beruht auf der Beschreibung von Jefferson G. im Jahr 19201.

Symptome

Neurologische Defizite sind selten bei einer isolierten Jefferson Fraktur auf Grund des großen Durchmessers des Spinalkanals auf dieser Höhe. Ebenso haben die Frakturfragmente eine Tendenz sich nach außen, weg vom Rückenmark zu dislozieren. Mögliche und beschriebene klinische Symptome beinhalten2:

  • Nackenschmerzen mit einer Abwehrhaltung gegenüber Bewegungen
  • Prevertebrale Schwellung mit Komprimierung des Ösophagus und einhergehenden Schluckbeschwerden.
  • Schmerzen im Versorgungsbereich des Nervus occipitalis major bei einer Involvierung der C2 Nervenwurzel.
  • Assoziierte Dissektion der Arteria vertebralis.
  • Defizite der kaudalen Hirnnerven (IX-XII) sind in der Literatur beschrieben.

Abbildung

Landells Typ 2 Fraktur
Landell Typ 2 Atlasfraktur entsprechend einer klassischen Jefferson Fraktur. Abbildung adaptiert von Landells et al.

Klassifikation

Stabilität

Jefferson Frakturen bei welcher das Ligamentum transversum intakt ist, werden üblicherweise als stabil angesehen. Bei einer Disruption des Ligamentum transversum wird eine Jefferson Fraktur in der Regel als instabil angesehen3. Zur Bestimmung der Integrität des Ligamentum transversum kann das atlantodentale Intervall als auch die Rule of Spence als Hilfe dienen.

Referenzen