Hirndrucksonde (ICP-Sonde)

Hirndrucksonden (ICP Sonde - IntraCranial Pressure Sonde) werden zur invasiven Überwachung des Hirndrucks verwendet.

Einlage einer ICP Sonde

Üblicherweise werden die Sonden über ein kleines Bohrloch in das Hirnparenchym gelegt und über ein Kabel an einen externen Monitor verbunden. Eine regelrecht eingelegte Hirndrucksonde zeigt sich durch eine Hirndruckkurve und einem Hirndruckwert. Um eine korrekte Messung sicherzustellen kann kurzzeitig die Vena Jugularis komprimiert werden, was folglich zu erhöhten Hirndruckwerten führt. Ebenso kann man die Einlage durch eine erhöhte Kopflagerung überprüfen, dabei sollten die Hirndruckwerte sinken.

Indikation

Patienten, welche sich neurologisch nicht beurteilen lassen, wie beispielsweise bei sediert und intubierten Patienten und der Verdacht auf eine mögliche Hirndruckerhöhung haben sollten für eine Hirndruckmessung evaluiert werden. In der Neurochirurgie finden solche ICP-Sonden besonders häufig bei Patienten mit einem Schädel-Hirn-Trauma Verwendung. Bei den meisten externen Ventrikeldrainagen lässt sich gleichzeitig der Hirndruck über das gleiche System messen, so dass keine extra Hirndrucksonde notwendig ist.

ICP Sonde vom Typ Camino
Foto einer Hirndrucksonde (ICP-Sonde) vom Typ Camino.