Durale Arteriovenöse Fisteln (dAVF)

Durale Arteriovenöse Fisteln (dAVF) sind erworbene Gefäßmissbildungen, die auf der Ebene der harten Hirnhaut (Dura mater) entstehen.

Klassifikation

Es handelt sich um Kurzschlussverbindungen zwischen Arterien und Venen. Die Einteilung von duralen AV-Fisteln erfolgt üblicherweise nach der Klassifikation von Cognard oder Borden.

Bildgebung

Der Goldstandard zur Beurteilung von duralen arteriovenösen Fisteln ist die Digitale Subtraktionsangiographie.

Blutungsrisiko

Das Risiko für eine Einblutung korreliert mit dem Vorhandensein einer retrograden kortikalen venösen Drainage. Die insgesamte Morbidität liegt bei 15% und die Mortalität bei 10% bei Vorhandensein einer retrograden kortikalen venösen Drainage1.

Behandlung

Die Behandlung von duralen arteriovenösen Fisteln zielt auf die Eliminierung des Einblutungsrisikos und progressiven neurologischen Defiziten ab. dAVFs in der vorderen Schädelgrube drainieren immer2 über kortikale Venen und erfordern daher ein aggressiveres Behandlungskonzept3.

Referenzen


  1. van Dijk, J. Marc C., et al. "Clinical course of cranial dural arteriovenous fistulas with long-term persistent cortical venous reflux." Stroke 33.5 (2002): 1233-1236. 

  2. Neurosurgery Case Review: Questions and Answers. Remi Nader, Abdulrahman J Sabbagh. 2020 Thieme Verlage. ISBN 9781626231986 

  3. Javadpour, Mohsen, and M. Christopher Wallace. "Surgical management of cranial dural arteriovenous fistulas." Schmidek and Sweet Operative Neurosurgical Techniques. WB Saunders, 2012. 959-976.