Arteria communicans posterior Aneurysma (PCOM Aneurysma)

Aneurysmen der Arteria communicans posterior (PCOM) zählen zu den häufigsten intrakraniellen Aneurysmen.

Symptome

Eine ipisilaterale Lähmung des Nervus oculomotorius ist typisch und bedingt durch die anatomische Nähe der PCOM zum Nervus oculomotorius.

Epidemiologie

PCOM Aneurysmen machen etwa 25% aller intrakraniellen und 50% aller ICA Aneurysmen aus1 2.

Anatomie

Der PCOM Komplex unterliegt großer anatomischer Variabilität, welche einen Einfluss auf die chirurgischen und endovaskulären Entscheidungen hat. Die Größe der PCOM Arterie kann von sehr schmal, so dass sie kaum auf der Angiographie abgrenzbar ist, bis zur gleichen Größe der PCA reichen1. Die häufigste Varianten von PCOM Aneurysmen entspringen aus der ICA und der Aneurysmahals inkorporiert teilweise die PCOM Arterie. In seltenen Fällen entspringt das PCOM Aneurysma ausschließlich aus der PCOM und wird in diesen Fällen als "True PCOM Aneurysm" bezeichnet und kommt mit einer Inzidenz von 0,1-2,8% aller Aneurysmen bzw. 4,6-13% aller PCOM Aneurysmen vor1.

Bildgebung

Der Goldstandard zur Visualisierung eines PCOM Aneurysma ist die digitale Subtraktionsangiographie. Rupturierte PCOM Aneurysmen können typischerweise neben einer Subarachnoidalblutung auch eine Subduralblutung verursachen3.

PCOM Aneurysma Angiographie
Darstellung eines linksseitigen PCOM Aneurysmas in einer digitalen Subtraktionsangiographie.

Behandlung

PCOM Aneurysmen können je nach Aneurysmaarchitektur endovaskulär oder chirurgisch behandelt werden. Das Vorhandensein einer fetalen PCOM dient als zusätzliches favorisierendes Argument für ein chirurgisches Clipping, um das Risiko einer Beeinträchtigung des Blutflusses in der PCOM zu minimieren 1 3.

Referenzen