HAMLET Trial

Die Ergebnisse der HAMLET Trial wurden im Jahr 2009 veröffentlich1. Die Studie konnte zeigen, dass bei malignen Infarkten, welche innerhalb 48h nach Stroke onset mit einer dekompressiven Hemikraniektomie behandelt wurden eine niedrigere Mortalität und ein besseres Outcome haben.

Einschlusskriterien Ausschlusskriterien
Diagnose eines akuten ischämischen Schlaganfalls im Stromgebiet der MCA mit onset innerhalb 96h der Studienbehandlung Ischämischer Schlaganfall einer gesamten Hemisphäre (Anterior- Media- und Posteriorstromgebiet)
NIHSS ≥ 16 für die rechte Hemisphäre und NIHSS ≥ 21 für die linke Hemisphäre Vigilanzverschlechterung auf Grund von metabolischen oder medikamentösen Gründen
Graduelle GCS Verschlechterung ≤ 13 für rechtsseitige Strokes und GCS ≤ 9 in Motorik und Augen bei linksseitigen Strokes Beidseits weite und lichtstarre Pupillen
Ischämischer Schaden in mehr als 2/3 des MCA Stromgebiets und die Formation eines platzbedürftigen Ödems. Eine Mittellinienverlagerung im CT ist nicht Voraussetzung Alteplase in den letzten 12h vor Randomisierung
Alter 18-60 Bekannte Gerinnungsstörung
Trial Behandlung innerhalb 3h nach Randomisierung möglich Prestroke Score von > 1 im mRS oder weniger als 95 im Barthel Index
Schriftlich Einwilligung von Angehörigen Lebenserwartung von weniger als 3 Jahren oder andere schwerwiegende Erkrankungen, welche das Ergebnis Beeinflussen könnten

HAMLET Trial Resultate
Ergebnisse der HAMLET Trial. Abbildung adaptiert aus der orginalen Publikation.

Interpretation der Autoren

Surgical decompression reduces case fatality and poor outcome in patients with space-occupying infarctions who are treated within 48 h of stroke onset. There is no evidence that this operation improves functional outcome when it is delayed for up to 96 h after stroke onset. The decision to perform the operation should depend on the emphasis patients and relatives attribute to survival and dependency.1

Referenzen